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Ländliche Struktur und Entwicklungsanalyse
Seit Januar 2001 wird für das Amt Karrharde und die Gemeinde Leck entsprechend der Richtlinien für die Dorf- und ländliche Regionalentwicklung vom 09.10.2000 eine ländliche Struktur- und
Entwicklungsanalyse (LSE) als Vorstudie zur Dorfentwicklung erarbeitet. Die Lenkungsgruppe des Amtes Karrharde und der Gemeinde Leck hat in ihrer Sitzung am 08. März 2001
das Projekt "Leck-Huus" als vorgezogenes Leitprojekt bestätigt. Das Projekt wird von der gesamten Region ideell unterstützt und befürwortet.
Ausgangssituation
Die Gemeinde Leck liegt ca. 12 km östlich von Niebüll im Südwesten des Amtes Karrharde und ist eine amtsfreie Gemeinde mit eigener Verwaltung. Sie hat ca. 7.600 Einwohner auf einer Fläche von 2.979 ha. Landesplanerisch betrachtet hat Leck die Funktion
eines Unterzentrums und ist damit Versorgungs- und Arbeitsplatzmittelpunkt für die Region. Das Amt Karrharde hat in Leck seinen Amtssitz.
Bezogen auf die Einwohnerzahl sind das Amt Karrharde und die Gemeinde Leck fast gleich stark.
Über die B 199 ist Leck in westlicher Richtung an Niebüll und in östlicher Richtung an Flensburg und die A 7 angebunden. Damit liegt Leck auf der Strecke
der Sylturlauber. Von Leck führen sternförmig mehrere Landstraßen in die Region. über die L 5 ist Enge-Sande, über die L 212 ist Achtrup
und über die L 246 sind Tinningstedt und Karlum an Leck angebunden. Klixbüll liegt an der B 199.
Leck hat aufgrund der vorhandenen Einrichtungen, Einzelhandelsunternehmen und Gaststätten für die Region eine wichtige zentralörtliche Funktion. Die Vielzahl
der bestehenden Einrichtungen zeigt deutlich, dass es ein ausreichendes Angebot im gastronomischen Bereich für den "täglichen
kulinarischen Bereich" gibt. Schlecht bestellt ist es bei der Lecker Gastronomie um Räumlichkeiten neben dem
eigentlichen Schank-
und Bewirtungsbereich. Nur zwei Gaststätten verfügen über ein Clubzimmer. Hier können aber nur bis zu 20 Personen untergebracht werden.
Für die Gaststätten ist dieser Zweig relativ unattraktiv, weil kaum etwas verzehrt wird. Dieses zeigt sich im Ambiente der Clubzimmer. Sie
sind noch auf dem Stand der 50er Jahre und daher nur begrenzt attraktiv. Für größere Veranstaltungen verfügt nur ein
gastronomischer
Betrieb über einen Festsaal. Daher wird für größere Veranstaltungen
auf die dafür nur begrenzt geeignete Nordfrieslandhalle ausgewichen,
oder es wird der Ratssaal oder die Bücherei genutzt. Die Räumlichkeiten der Nordseeakademie wurden zu Zeiten der
Heimvolkshochschule von den Lecker Bürgern gerne für Treffen und Veranstaltungen genutzt. Die Nordseeakademie versteht sich jetzt aber
als überregionale Fortbildungseinrichtung, die länger andauernde Seminare mit Beherbergung anbietet. Dieses ist nur in Einzel- fällen
mit den Bedürfnissen der Lecker Vereine und Kulturträger vereinbar, da die Nordseeakademie eine entsprechende Belegung aufweist.
Daneben gibt es eine Reihe von vereins- oder gruppenbezogene Räume wie z.B. für die Schützen oder für die hauptamtliche Jugendbetreuung,
die aber andere Gruppen nicht offen stehen oder aufgrund der vorhandenen Nutzung nicht angenommen werden. Defizite
Es fehlen in Leck attraktive Räumlichkeiten für kleine (ca. 15-20 Personen) und
mittlere
Zusammenkünfte (30-50 Personen). Zahlreiche Vereine und Gruppierungen, die nicht über einen eigenen Raum verfügen, haben keine Möglichkeit,
sich außerhalb der Gaststätten zu treffen. Bei den meisten Gaststätten müssen derartige Treffen in- mitten der übrigen Gäste
stattfinden. Außerdem sind Gaststätten auch nicht für jede Gruppe geeignet, wie z.B. für Jugendbands, Volkshochschule etc.
Weiterhin fehlt in Leck auch ein großer Raum mit attraktivem Ambiente. Die
vorhandenen großen Räume in der Nordseeakademie oder im
Deutschen Haus erfüllen beide in vielerlei Hinsicht nicht die Anforderungen, um attraktive, für die gesamte
Region interessante
Veranstaltungen durchzuführen. Außerdem ist die Verfügbarkeit bei beiden Sälen nicht ausreichend.
Zum dritten gibt es in Leck kaum Möglichkeiten Ausstellungen auszurichten und diese dann einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
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